Widerrufsrecht

Sehr geehrter Kunde, sehr geehrter Interessent,

mit der Novellierung des Verbraucherrechts im Juni 2014 sind auch Maklerunternehmen verpflichtet, Kunden über ihre gesetzlichen Widerrufsrechte zu informieren. Damit stärkt der Gesetzgeber die Rechte der Verbraucher.

Wir stellen uns diesem Prozess, um Sie als Kunden bestmöglich zu informieren.

Der Nachweis, dass der Kunde über sein Widerrufsrecht informiert wurde, obliegt dabei den Unternehmen. Wir sind bemüht diesen Prozess für Sie als Kunden so komfortabel und transparent wie möglich zu gestalten. Sie sehen, dass wir unsere Kunden nicht mit zusätzlichen Modalitäten ärgern möchten, sondern aktiv informieren.
Seit dem 13.06.2014 ist es auch für Immobilienmakler nach dem Fernabsatzgesetz und dem damit verbundenen Paragraphen 355 des Bürgerlichen Gesetzbuches Pflicht, den Verbraucher über sein Widerrufsrecht zu belehren.

Entsprechend der gesetzlichen Vorgaben, werden Interessenten bei Anfragen eines Exposés oder Besichtigungstermins zukünftig mit dem Widerrufsrecht konfrontiert.

Bei der Vermittlung von Immobilien ist vielen Interessenten nicht bewusst, dass es sich um einen Vertrag zwischen ihnen und dem Makler handelt, wenn sie sich von ihm ein Exposé aushändigen und die Immobilie zeigen lassen. In der Tat entsteht ein Maklerauftrag ebenso wie jegliche andere Verträge durch die Abgabe zweier Willenserklärungen. Im Fall von Immobilien, sieht der Interessent eine Anzeige auf einem der diversen Immobilienportale und kontaktiert daraufhin den Anbieter, den Immobilienmakler (= Willenserklärung des Interessenten). Dieser beantwortet die Anfrage, in dem er Unterlagen, wie das Exposé oder direkt einen Terminvorschlag zur Besichtigung zurückschickt (= Willenserklärung des Maklers). Durch die Antwort entsteht eine Bestätigung für das Vertragsangebot des Interessenten. Der Maklerauftrag beginnt an dieser Stelle und ist sowohl belehrungspflichtig als auch widerrufbar.

Die Widerrufsbelehrung muss vom Makler bei Vertragsbeginn oder unmittelbar danach schriftlich an den Interessenten gehen. Erst dann beginnt die 14-tägige Widerrufsfrist.
Da in der Regel die Leistung des Maklers nicht erst nach Ablauf der Widerrufsfrist beginnt, taucht ein zusätzlicher Passus in der Belehrung auf. Hierbei geht es um eine sofortige Ausführung der Dienstleistung und das damit einhergehende Erlöschen des Widerrufsrechtes. Der Interessent muss dieser ausdrücklich einwilligen und die Kenntnis über das vorzeitige Erlöschen seines Widerrufsrechtes bestätigen.

Wie bisher müssen Sie nur etwas bezahlen, wenn es zum Abschluss eines Kaufvertrages kommt. Entscheiden Sie sich letztlich gegen das angebotene Objekt, wird natürlich auch keine Provision / Courtage oder Wertersatz verlangt.

Quelle: Immobilienverband Deutschland IVD, imcheck24

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